Warum Burnout mehr ist als „zu viel Stress“
Warum Burnout mehr ist als „zu viel Stress“ – und warum Bern besonders betroffen ist
In der Schweiz geben über 30% der Erwerbstätigen an, emotional erschöpft zu sein – sie fühlen sich ausgelaugt, überfordert und nahe an der Grenze. Schätzungen zufolge verursacht arbeitsbedingter Stress, inklusive Burnout, jedes Jahr Kosten von rund 6,5 Milliarden Franken. Hinter diesen Zahlen stehen Menschen zwischen 30 und 55, die Job, Familie und Ansprüche gleichzeitig stemmen – genau jene, die in Büros, Spitälern, Schulen oder Verwaltungen rund um Bern arbeiten.
Burnout hat nichts mit „Schwäche“ oder mangelnder Belastbarkeit zu tun. Es ist das Ergebnis von langer Überlastung ohne ausreichende Regeneration. Dein Nervensystem war zu lange im Überlebensmodus. Zu verstehen, was da passiert, ist der erste Schritt auf einem nachhaltigen Weg aus der Erschöpfung.
Frühe Burnout-Anzeichen, die du nicht ignorieren solltest
Burnout beginnt selten von heute auf morgen. Dein Körper und deine Psyche melden sich lange vorher. Typische Frühwarnzeichen sind:
Dauerhafte Müdigkeit, selbst nach Wochenende oder Ferien
Zunehmender Zynismus oder innerer Abstand zur Arbeit
Konzentrationsprobleme, Vergesslichkeit, mehr Fehler
Muskelverspannungen, Kopfschmerzen, Rückenschmerzen, Verdauungsbeschwerden
Schlafstörungen: Einschlafprobleme, Aufwachen um 3 Uhr, unruhige Nächte
Weniger Freude – Dinge, die früher Energie gaben, fühlen sich nur noch anstrengend an
Wenn du dich in mehreren Punkten wiedererkennst und das seit Wochen oder Monaten anhält, ist es wichtig, das ernst zu nehmen. Dein Nervensystem sagt: „So geht es nicht weiter.“
Warum Ferien nicht reichen
Natürlich tut eine Woche in den Bergen oder am Meer gut. Aber wenn du danach in genau die gleichen Muster zurückkehrst, ist der Effekt schnell weg. Burnout löst sich nicht durch „einmal richtig ausruhen“, denn:
Dein Nervensystem hat gelernt, dauerhaft im Alarmmodus zu sein.
Dein Körper hat Stressmuster in Muskulatur, Atmung und Hormonen „gespeichert“.
Glaubenssätze wie „Ich muss funktionieren“ oder „Ich darf niemanden enttäuschen“ treiben dich wieder in die Überlastung.
Deshalb braucht es einen ganzheitlichen Ansatz, der Körper, Nervensystem, Emotionen und Alltag einbezieht – und nicht nur eine Pause-Taste.
Die Rolle des Nervensystems: Vom Überlebensmodus zur Regulation
Burnout hängt eng mit deinem autonomen Nervensystem zusammen:
Sympathikus – dein „Gaspedal“ für Kampf-oder-Flucht-Reaktionen.
Parasympathikus (mit Vagusnerv) – deine „Bremse“ für Ruhe, Verdauung und Regeneration.
Im Burnout war das Gaspedal so lange gedrückt, dass dein System die Bremse alleine nicht mehr findet. Ziel einer ganzheitlichen Burnout-Begleitung ist es daher, dein Nervensystem neu zu trainieren – sanft und Schritt für Schritt.
Im Mana Kendra in Ostermundigen bei Bern kombinieren wir dafür Yogatherapie, Atemarbeit, Klang, Kinesiologie, Ayurveda und Qi Gong.
Yogatherapie: Sanfte Bewegung statt Leistungsdruck
Viele Menschen mit Burnout haben Angst, sie seien „zu schwach für Sport“. Yogatherapie funktioniert anders:
Fokus auf langsame, achtsame Bewegungen, die dein aktuelles Energielevel respektieren.
Haltungen werden individuell angepasst – keine überfüllte Gruppe, kein Vergleich.
Atemübungen unterstützen den Vagusnerv und beruhigen den Herzschlag.
Beispiele:
Regenerative Positionen, in denen dein Körper von Kissen und Decken getragen wird.
Sanfte Mobilisation von Wirbelsäule und Schultern zur Lösung von Spannungen.
Einfache Atemrhythmen, die du im Büro oder im Bett anwenden kannst.
In der Burnout-Begleitung ist Yogatherapie kein Fitnessprogramm, sondern ein sicherer Trainingsraum für dein Nervensystem.
Klangtherapie: Tiefe Entspannung, wenn Denken zu viel ist
Wenn Gedanken rasen und das Kopfkino nicht stoppt, funktioniert „einfach meditieren“ oft nicht. Klangtherapie umgeht den denkenden Verstand und wirkt direkt über Schwingung und Frequenz:
Klangschalen und andere Instrumente erzeugen Wellen, die dein Körper spürt.
Gehirnwellen wechseln aus dem Stressmodus in ruhigere Alpha- und Theta-Zustände.
Viele Menschen erleben tiefe Entspannung oder schlafen kurz ein – etwas, das ihnen sonst seit Monaten schwerfällt.
Für Burnout-Betroffene in Bern werden Klang-Sitzungen oft zu Momenten, in denen sie zum ersten Mal seit langem fühlen: „Mein Körper weiss noch, wie Entspannung geht.“
Ayurveda & Qi Gong: Energie langfristig stärken
Während Yoga, Klang und Kinesiologie vor allem das Nervensystem ansprechen, unterstützen Ayurveda und Qi Gong deine Energie und langfristige Widerstandskraft:
Ayurveda setzt auf warme, leicht verdauliche Speisen, regelmässige Rhythmen und nährende Öl-Massagen – alles Elemente, die ein erschöpftes System stabilisieren.
Qi Gong verbindet langsame, fliessende Bewegungen mit Atem und Aufmerksamkeit – ideal, um Energie aufzubauen, ohne den Körper zu überfordern.
Gemeinsam helfen sie dir, deine Ressourcen wieder aufzubauen – nicht nur Symptome zu dämpfen.
Ein ganzheitlicher Weg aus Burnout im Mana Kendra Bern
Im Mana Kendra ist Burnout-Begleitung kein starres Standardprogramm, sondern ein individueller Prozess:
Burnout-Erstgespräch / Gesundheitsanalyse
Klärung deiner aktuellen Situation, Symptome und Alltagsbelastungen.
Sichtung vorhandener Diagnosen und Therapien.
Gemeinsame Entscheidung, welche Methoden (Yogatherapie, Klang, Kinesiologie, Ayurveda, Qi Gong) jetzt sinnvoll sind.
Persönlicher Plan
Regelmässige Termine (z. B. wöchentlich oder zweiwöchentlich), angepasst an deine Energie.
Mikro-Tools für den Alltag: 2–3-Minuten-Übungen für Arbeit, Zuhause und Abend.
Klare Grenzen: Was ist realistisch – und was noch nicht?
Mittelfristige und langfristige Begleitung
Schrittweiser Aufbau von Ressourcen statt „schneller Fix“.
Einbezug von Arbeitssituation, Beziehungen und Lebensübergängen.
Ziel ist nicht, dass du „so schnell wie möglich wieder funktionierst“, sondern dass du ein Leben aufbaust, in dem dein Nervensystem regelmässig zur Ruhe kommen darf.
Dein nächster Schritt: Burnout-Erstgespräch im Mana Kendra
Wenn du dich in dieser Beschreibung wiedererkennst – ständig müde, innerlich leer, nach aussen noch funktionierend, innerlich aber kurz vor dem Kollaps – musst du da nicht alleine durch.
Nutze das Burnout-Erstgespräch im Mana Kendra Ostermundigen, um deine Situation in einem geschützten Rahmen zu besprechen und Klarheit über nächste Schritte zu bekommen.
Wenn du unsicher bist, ob es „schon Burnout“ ist, kannst du eine Gesundheitsanalyse buchen, um Stresslevel, Nervensystem und Ressourcen genauer anzuschauen.
Über das Kontaktformular kannst du kurz deine Lage schildern (z. B. „Burnout-Verdacht, Schlafprobleme, Erschöpfung“) – das Team meldet sich mit passenden Optionen.
Burnout ist nicht das Ende – es kann der Moment sein, in dem du beginnst, dein Leben und dein Nervensystem neu auszurichten. In Bern begleitet dich das Mana Kendra gerne auf diesem Weg.